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Dezember 2010 – Weihnachten
Was gehört für Dich zu Weihnachten? Was in die Adventszeit? Welche Lieder lässt Du spielen und wie ist Deine Wohnung dekoriert? Wie oft bist Du bei einer Weihnachtsfeier in einem Kreis oder Verein?
In den letzten vier Jahren fand ich es befremdend, Weihnachten bei 35°C oder mehr zu feiern. Einen Weihnachtsbaum aus Plastik aufzustellen, beim Backen die Schokolade nicht mehr im Wasserbad erhitzen zu müssen, da sie eh schon geschmolzen im Regal lag, Tüten voller Essen als Weihnachtsgeschenke zu verschenken, kaum Geschenke für Familie und Freunde zu kaufen, die Weihnachtdeko aus Mausefallen oder Bräter herzustellen, über die Feiertage in einem Gottesdienst zu sein, an dem fast vergessen wurde, dass es Weihnachten ist … Es gibt kaum Weihnachtslieder in der malawischen Sprache Chichewa …
Und nun … nun bin ich in Deutschland … geniesse die Vorweihnachtszeit und trotzdem fehlt mir irgendwie all das, was in Malawi so anders ist als hier. Ich bin hier zwar kräftig am Weihnachtsgebäck Backen, ich höre deutsche Weihnachtslieder und ich bin im Begriff, mir einen echten Weihnachtsbaum zu kaufen. Es gibt – im Gegensatz zu Malawi – orange Mandarinen und Erdnüsse, die man nicht erst rösten muss.
Doch mir fehlt mein Plastikweihnachtsbaum. Da weiss ich schon ganz genau, wo welche Kugel hin gehört. Mir fehlt das Grillengezirpe und das Reis- oder Nsimaessen (Maisbrei) im Dorf. Ich überlege mir, was nun unsere malawischen Freunde in diesem Jahr zu essen haben, wenn sie unsere Weihnachtstüte mit Fleisch, Zucker, Öl, Süssigkeiten usw. nicht bekommen.
Ich denke, ich kann nur für sie beten und sie in Gottes Hand legen. Er kann sie versorgen .
In meiner Wohnung sieht nun alles schön geschmückt aus. Lichterketten an den Fenstern, Kerzen auf dem Tisch, Adventskranz, Adventskalender … und ich darf das einfach genießen! Danke, Gott!
Oktober 2010
Kein Benzin, unsichere Zugverbindung, eine Sprache, die ich nicht verstehe, anderes Essen …
Nein, ich bin nicht wieder in Afrika! Ich war nur im Reisedienst in Frankreich und durfte dort in den verschiedenen Gemeinden von Afrika berichten. Es ist schon seltsam, wie unterschiedlich die Malawier und die Franzosen sind. In Malawi spricht man mit jedem sehr schnell über den Glauben. In Frankreich braucht das seine Zeit.
Da in Frankreich gerade viel gestreikt wird, gab es kaum Benzin. Die Schulen wurden bestreikt, in den Städten wurde der Müll nicht abgeholt, Streikende haben auf der Straße Reifen verbrannt. Und das alles, weil das Rentenalter in Frankreich angehoben werden soll. Wieder ein Unterschied: In Malawi werden viele Leute nicht mal so alt, dass sie ins Rentenalter kämen. Außerdem gibt es keine Rente.Es war schon wieder seltsam, in einem Land zu sein, in dem man die Sprache nicht versteht. Ich habe gemerkt, dass ich doch froh bin, nun in Chichewa schon ganz gut mitreden zu können. Ich glaube, eine weitere Sprache möchte ich nicht unbedingt lernen – doch mal sehen, was Gott noch alles in meinem Leben vor hat.
Auf der Fahrt in die Normandie haben wir kurz am Eiffelturm gestoppt. Ein paar Tage später haben wir die wunderschöne Insel Mont-Saint-Michel bei Nacht besichtigt. Ein bisschen Touristen-Programm muss doch sein, wenn man schon mal da ist.
Was mich in der letzten Zeit immer wieder begeistert, sind die Kirchen in Deutschland und auch in Frankreich. Sie wurden so groß und schön gebaut, oft über viele Jahre. Sie sind schön verziert mit bunten Glasfenstern, die Geschichten erzählen. Statuen und Gemälde schmücken die Wände. Immer und immer wieder wurde Geld und Kraft für das Gotteshaus gegeben. Einfach toll! Ich denke, da kann ich auch noch viel lernen von der Hingabe der Menschen, die das alles aufgebaut haben.

Nun bin ich wieder in Deutschland, doch leider wird es immer kälter. Aber das hat auch sein Gutes. Endlich passt das Wetter mal wieder zu den Jahreszeiten, wie ich sie von klein auf gewohnt bin. Herbst mit bunten Blättern, Kürbis, und Äpfel. Ich freu mich schon auf die Adventszeit mit Adventskranz, Kerzen und Weihnachtsgebäck. Das fehlte mir in den letzten Jahren etwas in Malawi.
Also freut euch auf die Zeit! Be blessed,
Damaris
September 2010 – Pressetermin
Vor ein paar Tagen kam Kristin Bauer, Redakteurin der Pforzheimer Zeitung, zu mir und hat mich interviewt. Ich war davor schon ganz schön aufgeregt. Doch schaut, was daraus geworden ist. Der Artikel kam am. 11. 09. in der Pforzheimer Zeitung und in der Online-Ausgabe (pz-news.de):

Mit Mission in Malawi
MÖNSHEIM/STRAUBENHARDT. Vier Jahre lang hat Damaris Rostan in Malawi als Jugendpflegerin der Liebenzeller Mission gearbeitet. Bevor sie wieder nach Afrika zieht, berichtet sie in Deutschland von ihren Aufgaben.
(Von Kristin Bauer)
Jung, weiblich, ledig. Eigentlich steht man mit damit in Malawi so ziemlich am unteren Rand der Gesellschaft. Alle drei treffen auch auf Damaris Rostan zu. Doch ihre Hautfarbe und ihr Beruf katapultieren sie im Ansehen der Malawier ganz nach oben: “Ich stehe wahrscheinlich kurz hinter dem Dorfhäuptling und dem Präsidenten.” Die 31-Jährige aus Straubenhardt-Conweiler ist seit März erst wieder in Deutschland, zuvor lebte und arbeitete sie knapp vier Jahre in Balaka im Südwesten Malawis.
Die Jugendreferentin der Liebenzeller Mission kümmert sich dort um Kinder und Jugendliche. Und die stehen im ostafrikanischen Land wirklich am alleruntersten Rand der Hackordnung. “Kinder sind nur dann etwas wert, wenn sie als Arbeitskräfte eingesetzt werden können. Ansonsten sehen ihre Verwandten sie eher als Last und Mäuler, die gestopft werden müssen”, sagt die junge Frau, die nun für ein Jahr in Mönsheim lebt. Während dieser Zeit reist sie in ganz Deutschland umher, um an mehreren Standorten der Liebenzeller Mission über ihre Arbeit in Malawi zu erzählen.
Christliche Jugendarbeit in einem Land zu betreiben, in dem bei Problemen nicht Gott, sondern der Zauberdoktor konsultiert wird, ist nicht einfach. “Die ersten Monate waren schwierig. Die Kultur ist eben eine ganz andere als hier in Deutschland. Und die ersten zwei Jahre war ich fast nur damit beschäftigt, die Sprache zu lernen.” Und die ist in Malawi vielleicht noch ein bisschen wichtiger, als anderswo. Denn einen größeren Fauxpas als Kritik direkt anzusprechen könne man kaum begehen. ”Man redet zuerst in der einen Richtung um den heißen Brei rum, dann in der anderen Richtung. Das geht ewig so, bis man endlich sagen kann, um was es wirklich geht”, sagt Damaris Rostan und unterstreicht ihre Erklärung mit vielen kreisenden Handbewegungen.
Kinder erfahren von Bibel
Jeden Tag ist sie in einem anderen Dorf um Balaka unterwegs, um mit den Kindern dort zu spielen und ihnen dabei etwas beizubringen. “Meine Mitarbeiter und ich erzählen ihnen biblische Geschichten. Die Kinder hängen richtig an unseren Lippen”, sagt die Jugendreferentin und bekommt dabei einen glückseligen Gesichtsausdruck. Die Mädchen und Jungen in Malawi genießen die Aufmerksamkeit Erwachsener enorm. Dass eine weiße Frau der Kirche sich um sie kümmert, verdoppelt die Freude laut Damaris Rostan sogar.
Mit einer Kollegin aus Deutschland teilt sie sich in Balaka ein Haus. Diese ist in der Frauenarbeit tätig, die zweite große Aufgabe an der Basis. Bei der Arbeit mit den Kindern achtet die 31-Jährige darauf, keine Spielzeuge aus Deutschland zu gebrauchen. “Was würde es den Kindern nützen, wenn ich irgendwelche schönen Gegenstände von hier mitbringen würde? Das könnten sie selbst nie haben.” Ein Ball aus Plastiktüten, zusammengebunden mit Schnüren, erfüllt seinen Zweck. Ein geschnitztes Holzbrett und ein paar Bohnen sind der Malawier liebstes Spiel: In der Landessprache heißt es Bahendagabo, in Deutschland kennt man es eher als Mancala oder Bohnenspiel. Wie bei allem in Malawi braucht man dafür viel Zeit und Geduld. Auch die Jugendarbeit dort ist noch lange nicht beendet – im März 2011 zieht Damaris Rostan wieder nach Malawi. Für weitere vier Jahre. Erst einmal.
Am 3. Oktober hält Damaris Rostan in der Gemeinde ihres Vaters, Pastor Martin Rostan, den Erntedankgottesdienst
in Straubenhardt-Conweiler.
Dabei wird sie von ihrer Arbeit in Malawi berichten.
  Mitbringsel aus Malawi: Eine Paraffin- Maschendrahtzaun wird geschickt zu einem Lampe ersetzt elektrischen Strom, ... Spielzeugauto für Kinder gewickelt, und ...
  ein Holzbrett plus Bohnen ergibt das Lieblingsspiel eine Machete dient als Allzweckwerkzeug in Haushalt, der Malawier, wie Damaris Rostan erzählt. Garten und allen anderen Lebenslagen, ...
Fotos: Rostan, Bauer
Juli 2010 – Unterwegs
Hallo Ihr,
Ihr wisst ja, dass meine Homepage „Damaris-unterwegs.net“ heißt. Und in diesen Tagen stimmt es. Ursprünglich kam der Name daher, dass ich von Deutschland nach Kanada gereist bin und dann wieder zurück nach Deutschland, um dann in Malawi zu arbeiten.
Nun bin ich wieder in Deutschland und bin viel unterwegs. Nicht mit dem Flugzeug, sondern mit meinem Auto. Doch das Autofahren hier in Deutschland ist nicht weniger spannend als in Malawi.
Ich denke, ich habe in den letzten Wochen an einem Tag so viele Autos gesehen, wie in Malawi in einem ganzen Jahr :-) Gestern hätte ich mir allerdings gewünscht, mein Auto aus Malawi hier zu haben. Ich war unterwegs zu einem Vortrag, als auf der Autobahn Stau war. Ich war so dankbar, dass ich außergewöhnlich früh aufgewacht und früher als geplant losgefahren bin. So konnte ich stressfrei die Autobahn verlassen und über die Umgehungsstraße fahren. Was ich nicht wusste war, dass der Stau durch Überflutungen auf der Autobahn zustande gekommen ist. Als ich wieder auf die Autobahn wollte, musste ich einen überfluteten Streckenabschnitt überwinden. Mit dem Toyota, den ich in Malawi fahre, wäre das kein Probl em. Doch macht mein Passat da mit? Es gab auch andere Mutige, die sich in die Fluten wagten. Und sie kamen durch. Nur der tiefer gelegte Porsche hat umgedreht. Aus dem Auspuff des Kleinwagens vor mir kam eine ganz dunkle Rauchwolke, als er durch die überflutete Stelle fuhr. Er hatte wahrscheinlich zu viel Wasser abbekommen. Ich kam mit etwas Herzklopfen aber auch gut durch und so kam ich rechtzeitig zum Vortrag an.
Mittlerweile war ich schon in den verschiedensten Kreisen in unterschiedlichen Orten unterwegs. Kinderkirche, Kinderstunde, Jungschar, Teen- und Jugendkreise, Missionsabende und Gottesdienste, Gebets und Frauenkreise, Freizeiten usw.
Immer wieder bin ich überrascht, wie viel manche Leute über die Missionsarbeit wissen und wie treu sie dafür beten. Hier an dieser Stelle mal ein herzliches DANKE, auch ein liebes DANKE an die Leute auf dem Missionsberg, die dort die Infos über uns weitergeben. Ihr seid klasse!
Eure Damaris
Das Leben in anderen Ländern ist manchmal nicht so einfach, weil es so anders ist. Man könnte schon manchmal ausrufen: "Ich krieg die Krise!" Zu diesem Thema habe ich einen Artikel in der Zeitschrift "Mission weltweit" der Liebenzeller Mission geschrieben:
Der Krisentest Wenn Sie wissen wollen, ob Sie dazu neigen, gewisse Situationen als Krisen zu bezeichnen, dann beantworten Sie diese Fragen:
1. Nach dem Großputz im Haus setzen Sie sich gemütlich aufs Sofa. Plötzlich hören Sie, wie Ihr Nachbar mit dem Auto auf der Staubstraße vorbeifährt. Eine große Staubwolke kommt über die Mauer, durchs Fenster, genau in Ihre Wohnung. Dort legt sie sich wie eine dünne Decke auf alles im Haus. Wie reagieren Sie?
a) Sie springen auf und versuchen noch schnell die Fenster zu schließen … weiterlesen könnt Ihr hier (bitte anklicken, dann lädt der Artikel in einem PDF-Dokument, Größe 1,1 MB)
Wenn Ihr Interesse an der aktuellen Ausgabe von "Mission weltweit" habt, dann klickt einfach hier
Viel Spaß beim Lesen!
Mai 2010
Seit März bin ich wieder in Deutschland und hab mich so langsam eingelebt. Ich träume aber noch immer in Chichewa (Amtssprache in Malawi). Inz wischen habe ich den einen oder anderen von Euch schon gesehen – im Reisedienst oder auf den Missionsfesten. Ich bin nur etwas unzufrieden mit dem kalten, nassen Wetter in Deutschland. Aber der Sommer kommt ja noch, ich kann noch hoffen.
Mein erster Term (dreieinhalb Jahre in Malawi) ist schon vorbei. Die Zeit verging sooooo schnell. Doch hier noch ein paar Eindrücke der letzten Monate.
Team
Unser Team ist gewachsen. Hier seht ihr unser internationales Team
Von Deutschland ausgesandt: Familie Volz, Familie Mattmüller, Ehepaar Berger, Margit Schwemmle, Marion Engstler, Debora Jägers und ich.
Aus Holland: Familie Bos
Aus Österreich: Familie Urschitz
Aus der Schweiz: Davina Dahlhaus
Aus Papua Neuguinea (PNG): Familie Pondrun
Chefs – Blumen und Mais
Unsere Chefs aus Liebenzell haben uns in Malawi besucht. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen und gute Gespräche.
In der Nacht habe ich mich sehr Über unseren grossen Gott gefreut, denn ich habe eine Blüte gesehen, die “Königin der Nacht” heißt. Sie blüht nur für kurze Zeit in einer Nacht. Gott hat so viel Schönes geschaffen und da hatte er auch noch Zeit um eine Blüte für die Nacht zu kreieren.
Doch wie schön auch diese Blume ist, so schwer ist es zuzuschauen, wenn andere Pflanzen nicht wachsen, da ihnen der Regen fehlt. Die Regenzeit in diesem Jahr ist von Gegend zu Gegend sehr unterschiedlich ausgefallen.
Oft wenn Marion und ich unterwegs waren, haben wir überlegt, wie die Leute in unserer Gegend wohl durchs nächste Jahr kommen. Die erste Maisaussaat ist schon als kleine Pflanze wieder vertrocknet. So hofften die Leute auf eine zweite Aussaat, doch dafür hat es nicht mehr lange genug geregnet. Manche unserer Freunde haben anstatt zehn Säcken Mais nur drei Säcke geerntet. So beten wir mit ihnen, dass Gott sie versorgen wird.
Umzug
Mit dem Umzug standen für Marion und mich einige Veränderungen an. Seit Mitte März sind wir wieder in Deutschland. Doch dazu musste in Malawi so manches geregelt werden. Unsere sieben Sachen mussten eingepackt und verstaut werden. Alles wartet nun in einer Garage und einem Container bis wir im nächsten Jahr wieder kommen. Hoffentlich ziehen die Mäuse und Termiten in der Zwischenzeit nicht ein. Unser Umzugsauto war voll beladen und alle Freunde und Bekannte haben mitgeholfen. Zum einen da sie uns wirklich helfen wollten und zum anderen war es ja auch interessant was die zwei Deutschen alles in ihrem Haus haben. Mancher hoffte auch, dass noch etwas für ihn abfällt. Und ich denke für alle war etwas dabei.
Ziegelofen
In Malawi werden die Häuser mit selbstgebrannten Ziegeln gebaut. Ziegel herzustellen macht unglaublich viel Arbeit. Man braucht ein Grundstück mit guter Erde, aus der man Matsch gewinnen kann. Dazu laufen die Frauen oft weite Strecken, um Wasser zu holen. Die Männer stampfen und formen den Matsch und lassen die Ziegel in der Sonne trocken. Dann werden sie zu einem Ofen aufgestapelt und mit Erde verschmiert, um daraufhin gebrannt zu werden. Dieser Brennvorgang verbraucht sehr viel Holz. Eine Menge Leute helfen dabei zusammen.

Doch oft sehe ich, wie diese Ziegelöfen dann einfach stehen bleiben. Die Ziegel werden nicht verwendet und mit der Zeit wächst das Gras darüber. Wenn es regnet, war schliesslich die ganze Mühe umsonst. Es gibt sicher viele Gründe warum aus den Ziegeln kein Haus gebaut wurde. Beim einen mag das Geld fehlen, beim anderen ist der Herr des Ofens gestorben, der nächste ist nach Südafrika um Geld zu verdienen oder die Erde war einfach zu sandig und die Ziegel würden eh nicht halten.
Nun habe ich auch meine Arbeit und meine Mitarbeiter zurück gelassen. Wir haben zusammen geholfen und hatten gute Pläne für unser “Haus” – die Kinderstunden und Kids Clubs. Wir haben gemeinsam vieles aufgebaut. Nun müssen die Mitarbeiter ohne mich weiter machen. Doch mit Sicherheit werden sie in Anfechtungen kommen und Probleme werden unumgehbar sein. Es ist mein Gebet, dass die Mitarbeiter weiter Gottes Liebe an die Kinder weitergeben. Bitte denken Sie mit im Gebet an unsere Leute in Malawi.
In der Abschiedszeit haben wir uns natürlich auch von liebgewonnenen Freunden verabschiedet. Mayi Billey, unsere Vermieterin, ist uns ans Herz gewachsen. Sie und ihre Familie haben uns in den ganzen Jahren geholfen und nach uns geschaut. Auch Mayi Billey ist es schwer gefallen, dass wir nun wieder in Deutschland sind. Sie ist Muslimin und unterrichtet dort die Frauen. Doch sie hat von uns eine Bibel bekommen und auch da beten wir, dass sie eines Tages eine Zeugin unseres Herrn wird. Auch der Abschied von Bezirkspastor Waluma und seiner Familie ist uns schwer gefallen. Von ihnen habe ich viel gelernt und ich konnte sie alles offen fragen. Das tat gut.
Als ich wieder hier in Deutschland ankam habe ich gehört, wie begeistert Pastor Waluma nun von der christlichen Arbeit mit Kindern ist. Das freut mich sehr! Bewegend war die Abschiedsfeier, als die Kinder ein Anspiel gemacht haben und alle in dem Anspiel weinend erkannt haben, dass wir nach Deutschland gehen. Am liebsten hätte ich alle eingepackt und mit nach Deutschland genommen. Sie hatten Gedichte geschrieben, Lieder gesungen und getanzt. Marion und ich, wir haben uns natürlich auch verabschiedet – mit einem Gemeindeessen. Der Lacher des Tages war, dass Marion und ich zu diesem Anlass eine malawische Kraushaarperücke aufhatten.
So kamen wir dann auch am Flughafen in Stuttgart an. Wegen den Perücken haben unsere Eltern uns nicht einmal erkannt und wir konnten an ihnen vorbei gehen. Das war ein Lachen, als wir uns zu erkennen gegeben haben.

Das waren die letzten Berichte aus der Zeit in Malawi für dieses Jahr. Nun bin ich im Reisedienst. Das heisst in vielen Orten habe ich und werde ich über unsere – nein besser gesagt über Gottes – Arbeit in Malawi berichten. Ich hoffe wir sehen uns mal in dieser Zeit! Bis dahin. Be blessed!
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