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April 08
Besuch aus Deutschland
Am 12.04.08 kamen meine Eltern mit Margit Schwemmle am Flughafen in Blantyre an. Es war schon ein besonderer Moment, Mama und Papa nach fast 2 Jahren wieder zu sehen. Vieles gab es zu erzählen und zu sehen. Schon auf der Fahrt ins Gästehaus kamen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus. Schau mal da...! Hast du das gesehen...? Immer wieder wiesen sie mich auf etwas hin, was für mich schon ganz normal ist! Doch hier in Malawi zu sein, ist doch etwas ganz anderes als Bilder anzuschauen.
Da ich Urlaub habe können wir nun die Schönheit Malawis genießen!
  
Angefangen haben wir mit einem Park bei den Zuckerrohr Plantagen. Dort haben wir Zebras, Giraffen usw. entdeckt.
Auf der Rückfahrt haben wir den Test gemacht ob alle Afrika tauglich sind. Es gab kleine Vögel am Spieß zum Essen.
Am Tag darauf fuhren wir zu den Tee Plantagen. Schwarztee wird dort angepflanzt und überall konnte man die Teepflücker beobachten, wie die die Blätter abgeschnitten haben.
Wir wohnten dort in einem schönen Herrenhaus.

Von dort war es nicht mehr weit zum Mulanje Berg. Dort kamen wir alle ganz schön aus der Puste als wir zum Wasserfall gewandert sind!

Danach sind wir in unserem Haus in Balaka angekommen. Papa war etwas erstaunt wie wir leben. Doch nun gefällt es ihm immer besser :o) Ein paar Tage ausruhen taten meinen Eltern gut.
Etwas Besonderes war der Besuch bei der Missionarsfamilie Urschitz in Songa. Auch den Ort des neuen “Ubwenzi”- Projektes konnten wir anschauen!

Die Missionarstour geht weiter. Wir waren auch schon in Zomba bei Familie Volz. Auf dem Zomba - Plateau wollten wir die Aussicht genießen, da wir aber mitten in der Wolke saßen, haben wir die Zeit am offenen Kamin verbracht. Meine Eltern wollten mir erst nicht glauben, dass man auch hier einen dicken Pullover vertragen kann, doch nun sind sie froh auch warme Kleidung mitgebracht zu haben. Mama hat sogar den dicken Fleece an! Am nächsten Tag tat sich jedoch der Himmel auf und der Blick war fantastisch. Die Tour ging weiter nach Chisomo. Bei der Bibelschule der EBCM (Evangelical Baptist Church of Malawi) haben wir die anderen Liebenzeller Missionare Schwemmle, Jägers und Mattmüller besucht. Im Dorf dort konnten meine Eltern das Leben der Malawier beobachten. Sehr herzlich wurden wir von den Dorfbewohnern aufgenommen.


Wieder in Balaka fuhren wir sonntags in die Dörfer. Papa war eingeladen zum Predigen. Doch auch hier waren es ganz neue Erfahrungen. Das Singen, das Beten, die Gerüche usw. Alles war ungewohnt. Dort wurden wir zum Hühnchenessen eingeladen. Natürlich gab es auch Nsima (Maisbrei) und Reis dazu.


Doch Malawi hat ja nicht nur Berge und Dorfleben zu bieten. Natürlich sind wir auch zum schönen Malawisee gefahren und haben ihn genossen. Der Malawisee hat den einzigen Unterwassernationalpark der Welt. So konnten wir beim Schnorcheln die vielen verschiedenen bunten Fische beobachten. Auch Fischadler haben wir gesehen.
 
Auf der Krokodilfarm waren wir doch dankbar, dass uns ein Zaun von den Tieren trennte. 
Im Nationalpark haben wir dieses Mal nicht all zu viele Elefanten gesehen. Doch Gazellen und andere Tiere sind uns auf unserer sehr anstrengenden Fahrt über den Weg gelaufen. Die Straßen waren seit der Regenzeit nicht gerichtet worden und so haben die Elefanten die ganze Straße mit ihren tiefen Fußabdrücken unpassierbar gemacht.
Zuhause in Balaka ist in dieser Zeit natürlich auch viel gewesen. Wir haben Nachbarn und Freunde besucht, auch haben meine Eltern ein Huhn bekommen. Es ist hier nämlich eine große Ehre, wenn die Eltern so einen weiten Weg auf sich nehmen und nach Malawi kommen um ihre Tochter zu besuchen.. So hat die Frau eines ihrer 4 Hühner verschenkt.
Eine andere Überraschung war, dass unser Septiktank (WC Grube) eingefallen ist, so konnten wir nun ein paar Wochen nicht mehr unser WC benutzen, sondern mussten aufs malawische Plumpsklo in den Garten.
Am 14.5 war dann die Zeit mit meinen Eltern schon wieder um. Schade! So hieß es wieder einmal Abschied nehmen. Doch wir hatten einfach eine schöne Zeit zusammen.
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