Malawi ist ein sehr kleines und armes Land in Südost-Afrika. Bei uns in Deutschland ist es nicht sehr bekannt. Erst als Madonna in Malawi ein Kind adoptierte, machte das Land weltweit Schlagzeilen. Doch hier ein paar Fakten:

 

Amtssprachen sind Chichewa und Englisch. Wobei Englisch nur in den Städten und auf den Ämtern gut gesprochen wird. Wir aber unterhalten uns meist in Chichewa, weil die meisten im Dorf kein Englisch sprechen und weil wir dadurch auch näher bei den Menschen sind.

 

Hauptstadt – sie liegt in der Mitte des Landes und heißt Lilongwe. Dort und in Blantyre kann man ganz gut einkaufen. Wenn ihr uns besuchen kommt, dann könnt ihr auch in einer der zwei Städte mit dem Flugzeug landen.

 

Staatsform – wir haben in Malawi einen Präsidenten, der 2009 wieder gewählt wurde. Er heißt Bingu wa Mutharika. Bis zum 6. Juli 1964 war Malawi eine britische Kolonie.

 

Ausdehnung – Malawi ist nicht sehr groß. Mit seiner Fläche von 118 480 km² ist das Land nur etwa so groß wie Baden-Württemberg und Bayern zusammen. Da in Malawi
ca. 12 900 000 Menschen wohnen ist die Bevölkerungsdichte für ein afrikanisches Land ziemlich hoch (109 Einwohner pro km²).  Wir in Deutschland Stapeln ja die Menschen in mehrstöckigen Häusern. Das macht man in Malawi nicht. So sieht man überall Häuser und Leute, die sich im Freien aufhalten.

 

Nachbarn – Die Nachbarländer Malawis sind Sambia, Tansania und Mosambik. Wenn man sich umschaut in Malawi kann man  31 % Wald und Buschland, 25 % Wasserfläche, 20 % Ackerland und 15 % Wiesen und Weiden finden. Dies sind die offiziellen Zahlen. Doch in der Regenzeit hat man den Eindruck, dass überall Mais wächst, selbst an den ungünstigsten Stellen. Mais ist das Hauptnahrungsmittel.

 

Geld – Möchtest du wirklich mal nach Malawi kommen, musst du einen großen Geldbeutel mitbringen. Denn die malawischen Kwacha brauchen viel Platz. Der größte Kwacha-Schein, den es gibt ist der 500er. Und der ist nur ungefähr zwei Euro wert. Da es aber auch noch sehr viele 20er Scheine usw. gibt, braucht man einen ganzen Stapel Geld um zum Beispiel nach dem Tanken zu bezahlen.

 

Früherer Name – Früher hat das Land mal Njassaland geheißen – “njassa” heißt See. Und da der See in Malawi 40 mal so groß ist wie der Bodensee, ist der alte Name auch logisch.

 

Klima – In Malawi herrscht subtropisches Klima mit vier Jahreszeiten: Die kühle Saison zwischen Mai und Mitte August. Die heiße Zeit zwischen Mitte August und November. Die Regenzeit zwischen November und April. In dieser Zeit kann die Luftfeuchtigkeit morgens fast 100 % betragen. Die Nachregenzeit zwischen April und Mai.

Im Allgemeinen ist es im Hochland kühler und feuchter, während es in den tiefer gelegenen Gebieten heißer und schwüler ist. Ich habe in den letzten Jahren in so einer heißen Gegend gewohnt – schwitz :o)

Am Malawi-See ist es am wärmsten, jedoch weht meistens ein kühler Wind. Dort kann man dann super Urlaub machen.

 

Armut und Krankheit gehört zu den traurigen Seiten Malawis. Sehr viele Menschen haben AIDS. Die Dunkelziffer ist hoch. Und trotzdem sterben in Afrika immer  noch mehr Leute an Malaria als an AIDS. Auch andere unbehandelte Krankheiten, wie zum Beispiel Lungenentzündung oder Blinddarmreizung führen schnell zum Tod. Manche gehen zu spät ins Krankenhaus und oft gibt es in den Krankenhäusern auch nicht ausreichend medizinische Hilfe. Die Armut schreckt die Leute ab, in die Kliniken zu gehen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag.